Im Januar 2012 wurde der Dialektologe und Minderheitensprachforscher Dieter Kattenbusch sechzig Jahre alt. Ein würdiger Anlass also, ihn mit einer kleinen Sammlung von Beiträgen zu bedenken. Der Jubilar hatte jedoch im Vorfeld verlauten lassen, nicht im Mittelpunkt einer akademischen Festschrift stehen zu wollen. Aus diesem Grund beschlossen wir, seine ehemalige Mitarbeiterin und sein derzeitiger Mitarbeiter, zu einer Hommage einzuladen, die nicht nur den Wissenschaftler, sondern auch den Menschen Dieter Kattenbusch in den Blick nehmen sollte. Ein „diskretes Tatenbuch“ sollte es sein, zu dem wir breit einluden, sowohl was den Adressatenkreis, die zu behandelnden Themen als auch die Form der Beiträge betraf. Über den Kreis der Fachkolleginnen und -kollegen hinaus schrieben wir Menschen an, von denen wir glaubten, dass sie sich Dieter Kattenbusch in irgendeiner Weise verbunden fühlen. Explizit forderten wir dazu auf, neben der wissenschaftlichen auch andere Textsorten zu wählen. Wir hofften, dass viele unserem Aufruf folgen würden und wir so eine große Vielfalt seines Lebens und Werks, ja seines Lebenswerks, abbilden würden können. Angelehnt an letzteres, den digitalen Sprachatlas VIVALDI, hatten wir außerdem beschlossen, die Beiträge nicht in der herkömmlichen Form eines Buches, sondern auf einer CD-ROM zu bündeln, was die formalen Möglichkeiten beträchtlich erweiterte.

Unserem Aufruf sind über dreißig Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde gefolgt. Wenn wir nicht irgendwann aus Termingründen den Sack zugemacht hätten, wären auch noch ein paar andere dazugekommen, deren Name jetzt leider fehlt. Die große Resonanz hat uns sehr erfreut (und, wir wollen es nicht verschweigen, am Ende auch viel Arbeit bereitet), zeigt sie doch die hohe Wertschätzung, die Dieter Kattenbusch in seinem Leben und Wirken entgegengebracht wird. Die Beiträge, die uns erreicht haben, sind sowohl in formaler als auch in inhaltlicher Sicht sehr vielfältig. Von einer kurzen persönlichen Würdigung über längere kulturgeschichtliche Essays oder literarische Erzählungen bis hin zu intensiven wissenschaftlichen Studien ist alles vertreten. Auch thematisch zeigt sich eine große Bandbreite. Wir haben die Beiträge deswegen insgesamt zehn Rubriken zugeordnet. Diese spiegeln folgerichtig nicht nur die Interessengebiete des Jubilars wider (wie z.B. die Rubriken VIVALDI oder Dialekte/Varietäten), sondern sind auch den inhaltlichen Schwerpunkten der Beiträgerinnen und Beiträger geschuldet (wie bei den Rubriken Rumänisch oder Literaturwissenschaft).

Als internes Ordnungskriterium diente uns das Alphabet, so dass sich aus der Reihung der Beiträge keinerlei Hierarchie oder anderweitige Wertung ergibt. Die digitale Form der Festschrift erlaubt es darüber hinaus in hervorragender Weise, die Beiträge nicht linear, sondern in einer selbst gewählten Reihenfolge zirkulär zu erschließen. Das Menü am rechten Rand der Beiträge garantiert die jederzeitige Rückkehr zum Inhaltsverzeichnis, in dem die Beiträge in der jeweiligen Rubrik auf einen Blick erfasst werden können, ebenso ist der Zugang über das Verzeichnis der Autorinnen und Autoren möglich.

Wir möchten uns herzlich bei allen Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen bedanken, mit deren Beiträgen wir unsere Idee einer digitalen Festschrift mit Leben füllen konnten. Alle Artikel wurden von uns korrigiert, in HTML gesetzt und erneut korrigiert. Sollten wir trotz aller Sorgfalt Fehler übersehen haben, bitten wir dies zu entschuldigen. Für Anmerkungen oder bei Fragen, für Lob oder Kritik können sie sich jederzeit über die im Impressum angegebenen Kontaktdaten an uns wenden.

Und nun wünschen wir Ihnen eine anregende und angeregte Lektüre. Viel Spaß!

Carola Köhler und Fabio Tosques